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Genau diese Frage muss sich ein Redakteur der dpa gestellt haben, als er einen Artikel über die ekligen Aufnahmerituale bei den Gebirgsjägern in der Edelweiß-Kaserne in Mittenwald geschrieben hat. Und weil Bürgermeister Adolf Hornsteiner dazu nichts gesagt hat, hat sich der Redakteur einfach etwas ausgedacht.

“Gesoffen wird doch überall. Was glauben Sie denn, wie es hier auf dem Land zugeht, wenn einer bei den Trachtlern oder der Blasmusik dazugehören will”, soll eine weitere angeblich befragte Person gesagt haben.

Jetzt ist der Redakteur seinen Job los. So schnell kann das gehen.

 

Schon vor fast genau 3 Jahren kam es in der Rhön-Kaerne in Waldflecken zu einem sehr ungewöhnlichen Ritual. “Geschlechtsorgan raus und Klatsch” – oder kuz “anpimmeln” – ein Stabsunteroffizier schlägt anderen Soldaten sein Geschlechtsteil ins Gesicht. Die Strafe hielt sich in Grenzen, 60 Arbeitsstunden musste der nun ehemalige Bundeswehrsoldat leisten.

Dies alles ist aber nichts gegen die Folterpraktiken, die jetzt ans Tageslicht gekommen sind. Ebenfalls in Bayern, in Mittenwald, mussten Rekruten für längergediente Soldaten putzen und spülen, bis sie sich bei perversen Aufnahmeritualen bewiesen haben.

Über 2 Tage lang mussten sie große Mengen Alkohol konsumieren, rohe Schweineleber oder sogar mit Hefe versetzte Rollmöpse essen, bis sie sich übergeben mussten. Es folgen Kellerübungen, bei denen sich Rekruten vor anderen Soldaten entleiden mussten. Eine “Angelegenheit von offenbar größerer Dimension”, bemerkt der Wehrbeauftragte ganz richtig.

Vorgesetzte sollen davon Kenntnis gehabt haben, sollen aber nicht eingeschritten sein. Die Rituale sollen seit den 80er Jahren immer weiter “perfektioniert” worden sein, wobei auch ehemalige Soldaten der Einheit an den Taten beleigt gewesen sein sollen.