Du willst das ja nicht anders
Written by admin
Montag, 11 Januar 2010 05:28
So etwas könnte ein Zivildienstleistender zu hören bekommen, wenn aus der geplanten Verkürzung des Zivildienstes nichts wird.
Wie Bild oder Aachenener Nachrichten zu wissen glauben, leisten Zivis ihren Dienst gerne und hätten ein Problem mit der Lücke, die entstehen würde, wenn der Dienst künftig 3 Monate kürzer wäre. Dies sollen jedenfalls Zivildienstleistende gegenüber dem Bundesbeauftragten so geäußert haben.
Welche Lücke eigentlich?
Die Nürnberger Nachrichten wissen es ganz genau:
“Wer etwa nach dem Abitur ein Studium anstrebt, muss nach Wehr- oder Zivildienst jetzt schon weit über ein halbes Jahr überbrücken.”
Rechnen wir mal nach: Abiturzeugnisse gibt es Ende Juni, ab Juli könnte also Wehr- oder Zivildienst geleistet werden. Wird er aber häufig nicht, denn wie mehrere Jahre Musterungsforum.de und andere Internetportale zeigen, werden viele Wehrpflichtige so spät gemustert, dass sie nach dem Abitur nach Klasse 12 fast nie und nach Klasse 13 auch eher selten überhaupt einebrufbar sind.
Zugegeben, es ist ungünstig den Zwangsdienst so zu legen, dass angehende Studenten ihre Lebensplanung nach den Kreiswehrersatzamt oder dem Bundesamt für den Zivildienst ausrichten müssen – und dann ihr Studium womöglich unterbrechen müssen, weil diese Behörden einfach schlafen. Die Verkürzung von Wehr- und Zivildienst kann jedenfalls nicht Schuld daran sein, dass jährlich zehntausende junge Männer ein Jahr verlieren, Schuld daran ist die Dienstpflicht an sich, denn es ist vollkommen egal, ob der Dienst 4 Monate dauert oder 15 Monate, angehende Studenten verlieren so immer mindestens ein Jahr.
Es bleibt abzuwarten, ob der Dienst nicht auch künftig in Abschnitten von zum Beispiel drei Monaten und zweimal sechs Wochen abgeleistet werden darf. Oder muss, denn genau das sieht der § 24 (3) Zivildienstgesetz jetzt schon vor – allerdings nicht für angehende Studenten.
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Hehe,
diese Nachrichten hätte ich glatt übersehen.
Die Argument dieser Zivis, die wahrscheinlich von ihren Arbeitgebern dazu genötigt wurden diese zu tätigen, sind inhaltlich natürlich nicht wirklich stichhaltig.
Studienbeginn gibt es in beinahe allen Fächern auch im Sommer (wenn auch nicht an allen Unis, da muss man eben für das erste Semester örtlich flexibel sein).
So wie ich das sehe sprechen die Arbeitgeber, die Zivis sind vorgeschoben.